MXoN Team Germany 2016: Die Stärken der deutschen Mannschaft

1.9.2016 München. Sie sind erfolgreich, sie sind willensstark und sie sind motiviert: Max Nagl (29), Dennis Ullrich (23) und Henry Jacobi (19) bilden genau wie in den zwei vergangenen Jahren auch 2016 wieder das Team Germany. Ihre Aufgabe: Deutschland am 24. und 25. September im italienischen Maggiora beim prestigeträchtigen „FIM Motocross of Nations“ zu vertreten.

Ihr Ziel: Top Fünf. Ihr Vorteil: ihre Konstellation. Mit Max Nagl als langjährigem MXoN-Fahrer mit einer mehr als zehnjährigen Expertise, Dennis Ullrich als Top-Starter und Henry Jacobi als Nachwuchs-Talent besitzt die deutsche Motocross-Nationalmannschaft viel Potential für den einen oder anderen Überraschungsmoment. Zumal dem Trio auch der Hartboden in Maggiora sehr entgegen kommt.

Max Nagl

Max Nagl ist bis dato schon mehr als zehn Mal beim Motocross der Nationen angetreten, seit 2003 ist der 29-Jährige ein festes Mitglied im Kader der deutschen Motocross-Nationalmannschaft. Der Oberbayer gehörte schon immer zu den besten Motocross-Piloten, die Deutschland je vertreten haben, 2012 holte der derzeitige WM-Dritte mit seinen beiden Kollegen Marcus Schiffer (29) und Ken Roczen (22) sogar erstmalig den Motocross-Mannschafts-Weltmeistertitel nach Deutschland. Und auch ansonsten kann sich seine bisherige Erfolgsbilanz sehen lassen: Nagl ist MX1-Vize-Weltmeister, mehrfacher Grand Prix-Sieger und zweifacher ADAC MX Masters-Gewinner. Zudem machte er durch viele Laufsiege und Top-Platzierungen bei der Weltmeisterschaft von sich reden. Insbesondere in dieser Saison gab es selten eine WM-Veranstaltung, bei der der Pilot des Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing Teams nicht mit oben auf dem Siegerpodest stand.

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„Beim Motocross geht es darum, sich stetig weiterzuentwickeln, daher habe ich permanent den Ehrgeiz, besser zu werden. Ich denke, ich habe in den vergangenen Jahren oftmals bewiesen, dass ich mit der Weltspitze mithalten kann. Daher freue ich mich schon, mein Können auch wieder beim MXoN zu zeigen und ein gutes Ergebnis einzufahren“, erklärt der WM-Fahrer. Der Familienvater, der mit seinem Sohn und seiner Verlobten seit einigen Jahren im belgischen Lommel wohnt, gilt als echtes Arbeitstier in der Motocross-Szene. Sein Ehrgeiz, seine Disziplin und seine Willensstärke machen den gebürtigen Weilheimer zu einem ernstzunehmenden Gegner für die weiteren Top-Stars in der Weltmeisterschaft.

Dennis Ullrich

Besonders willensstark ist auch Team-Germany-Pilot Dennis Ullrich. Der gebürtige Bayer ließ sich 2013 und 2014 als ADAC MX Masters-Champion feiern, 2015 sicherte er sich in derselben Rennserie den Vize-Titel. Und auch in dieser Saison hat der Pilot des KTM Sarholz Racing Teams beste Chancen, sich erneut zum Gewinner der beliebtesten Motocross-Rennserie Europas küren zu lassen, führt er 2016 vor dem Finale in Holzgerlingen die Tabelle des ADAC MX Masters an. Zudem machte „Ulle“, wie er in der Szene genannt wird, bei den europäischen Läufen der Weltmeisterschaft von sich reden und fuhr dort regelmäßig in die Punkte.

Beim MXGP im französischen St. Jean d’Angely trumpfte der Kämpfelbacher sogar mit einem grandiosen sechsten Platz auf. „Motocross ist mein Leben. Ich arbeite sieben Tage die Woche hart dafür, dass ich auf der Strecke die Leistung abrufen kann, die ich will. Aufgeben war für mich noch nie ein Thema, dazu bin ich viel zu ehrgeizig“, so der 23-Jährige, der zudem noch als Vize-Gewinner im ADAC MX Junior Cup überzeugte, als Deutscher Meister der Klasse MX2 punktete und sich über den Titel Deutscher Meister der 85er-Klasse freute. Beim MXoN ist Ullrich seit 2013 mit dabei und holte seither mit dem Team Germany stetig eine Platzierung unter den Top Ten.

Henry Jacobi

Henry Jacobi ist mit seinen 19 Jahren der Nachwuchs-Fahrer in der deutschen Motocross-Nationalmannschaft, steht seinen beiden Team-Kollegen in Sachen Siegeswillen jedoch in nichts nach. Nachdem sich der Thüringer aus Bad Sulza in dieser Saison permanent im Mittelfeld der MX2-Weltmeisterschaft positionieren und sich an das hohe WM-Level gewöhnen konnte, fährt er mit einem gesunden Selbstbewusstsein zum MXoN nach Maggiora: „Wir sind ein Team und da muss jeder hundert Prozent geben, um nicht nur ein gutes Ergebnis einzufahren, sondern auch um die anderen stolz zu machen. Im vergangenen Jahr hat es an meinem Sturz gelegen, dass wir nur Neunter geworden sind. 2016 will ich nicht mehr nur der Kleine sein, sondern der, der mit den anderen auf Augenhöhe am Startgatter steht“, sagte der Pilot des Honda JTech Racing Teams.

Jacobi ist in der ADAC MX Masters-Serie großgeworden und startete in diesem Jahr vorrangig in der MX2-Weltmeisterschaft. 2010 wurde der 19-Jährige mit dem Junioren-Weltmeistertitel der Klasse bis 85ccm geehrt und kämpfte sich in den Jahren danach durch die harte Konkurrenz der 125er- und 250er-Europameisterschaft. Beim MXoN ist der Jungspund seit 2014 mit dabei und bildet seither eine feste Einheit mit seinen beiden Teamkollegen Nagl und Ullrich.