Start der ID.3 Serienproduktion

291.2.021. Die Gläserne Manufaktur Dresden hat heute mit der Serienproduktion des vollelektrischen ID.3 begonnen. Sie ist damit der zweite Fertigungsstandort für den ID.3 und weltweit bereits der vierte Standort, der Volkswagen Modelle auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) produziert.

Parallel dazu schlägt Volkswagen in der sächsischen Landeshauptstadt ein neues Kapitel auf: Das bisherige „Center of Future Mobility“ wird sich in den kommenden Jahren kontinuierlich zum „Home of ID.“ weiterentwickeln.

Das zentrale Ziel: Als Leuchtturm der Marke Volkswagen in Deutschland den Kunden, Besuchern und Gästen ein ganzheitliches Erlebnis der ID. Familie zu bieten – beginnend von der Beratung und Probefahrten über die Besichtigung der Fertigung, dem Mitbauen des ID.3 und modernen Eventformaten bis hin zur Übergabe von elektrischen Fahrzeugen. Ein weiterer Fokus der strategischen Neuausrichtung liegt auf dem Ausbau zu einem Forschungs- und Innovationsstandort, der in Kleinserie innovative Projekte für einen späteren Einsatz an großen Volumenstandorten in der Marke Volkswagen vorantreibt.

Thomas Ulbrich, Vorstand E-Mobilität der Marke Volkswagen, sagte: „Die Marke Volkswagen setzt ihre E-Offensive konsequent fort. Neben neuen E-Modellen gehört dazu auch die Transformation des weltweiten Produktionsnetzwerkes. Mit Dresden stellen wir bereits den vierten Volkswagen Standort auf die neue ID. Familie und den MEB um. Parallel dazu fahren wir die Volumenproduktion im E-Auto-Werk Zwickau sowie in unseren beiden chinesischen MEB-Werken von Woche zu Woche nach oben. Damit untermauern wir unsere Ambitionen, bei der E-Mobilität eine weltweite Führungsrolle zu übernehmen.“

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Danny Auerswald, Standortleiter der Gläsernen Manufaktur: „Die Gläserne Manufaktur hat innerhalb der Marke Volkswagen eine wichtige Rolle: Bei uns kommen Besucher, Kunden und Gäste in direkten Kontakt mit der Mobilität von morgen. Wir sind Fertigungsstätte, Besuchermagnet, Eventlocation, Erprobungslabor und Auslieferungszentrum – alles in einem. Mit dem Produktionsstart des ID.3 geben wir den Startschuss für unsere strategische Neuausrichtung.“

Thomas Aehlig, Betriebsratsvorsitzender der Gläsernen Manufaktur: „Wir haben uns 2017 als erster Standort komplett in Richtung Elektromobilität transformiert. Uns als Betriebsrat war und ist es sehr wichtig, weiterhin die Beschäftigung hier in Dresden zu sichern. Von den neuen Geschäftsfeldern versprechen wir uns einen Mehrwert für die Marke und den Konzern. Technisch sind wir jetzt in der Lage, weitere MEB-Modelle in der Gläsernen Manufaktur zu fertigen.“

Im Beisein von Sachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert, der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen mit Dr. Stefan Loth (Technik & Logistik), Karen Kutzner (Finanz & Controlling) und Dirk Coers (Personal) sowie dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden von Volkswagen Sachsen, Jens Rothe, rollte der erste ID.3 vom Band.

MEB-Produktionsnetzwerk wächst weltweit

Die Gläserne Manufaktur ist weltweit bereits der vierte Standort, an dem E-Autos der Marke Volkswagen auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukastens produziert werden. Als erster Standort hat das Werk Zwickau die MEB-Produktion aufgenommen. Ende 2020 haben außerdem die chinesischen Standorte in Anting und Foshan mit der Fertigung von MEB-Fahrzeugen begonnen. Gemeinsam verfügen diese vier Werke über eine maximale Produktionskapazität von mehr als 900.000 Fahrzeugen pro Jahr. Mit Emden, Hannover und Chattanooga (USA) bereiten sich zudem bereits die nächsten Standorte auf die MEB-Produktion vor.

Wie beim Anlauf des e-Golf in 2017 startet auch die Produktion des ID.3 mit einer Schicht und 35 Fahrzeugen von Montag bis Freitag. Die regulären Besuchszeiten für Führungen bleiben unverändert: Montag bis Samstag von 9:30 bis 18:30 Uhr, Sonntag von 9:30 bis 17:00 Uhr.

Neue Geschäftsfelder sichern Beschäftigung am Standort

Neben der Produktion wird es neue bzw. erweiterte Geschäftsfelder geben. Am Dresdner Standort von Volkswagen sind derzeit rund 380 Mitarbeiter beschäftigt.

In der Gläsernen Manufaktur werden künftig deutlich mehr Fahrzeuge an Kunden übergeben. Dazu wurde kürzlich ein zweiter Auslieferungsort in der Fertigung eingerichtet – in der Automobilbranche einmalig. Die Fahrzeugübergabe an Kunden soll von 1.301 (2019) über 3.296 (2020) auf mehr als 5.000 Fahrzeuge in 2021 gesteigert werden. Die Zielmarke ab 2022: rund 9.700 Auslieferungen jährlich.

Die Funktionale Erprobungsstation in Dresden wird weiter ausgebaut. Sie ist fester Bestandteil des weltweiten Netzwerks von Erprobungsstationen der Gesamtfahrzeugentwicklung. Ihre Schwerpunkte: Die Erprobung von Assistenzsystemen, mobilen Onlinediensten, Motoren und Fahrwerk.

Im Technischen Fahrzeugservice werden Gebrauchtfahrzeuge inspiziert und repariert. Zusätzlich erfolgt in der Gläsernen Manufaktur die Vorbereitung zur Auslieferung der elektrischen Fahrzeuge. Ziel ist es, die in Dresden gefertigten Fahrzeuge vor allem in Dresden auszuliefern.

Weiterhin wird in der Gläsernen Manufaktur das Thema Produktion 4.0 vorangetrieben. Die Leitidee ist die Automatisierung und Digitalisierung von komplexen Arbeitsschritten innerhalb der Montage und Logistik. Konkret fungiert die Manufaktur bei der Entwicklung und Anwendung neuer Technologien in realen Serienprozessen als geplantes Pilotwerk im Unternehmen.

Technische Einrüstungen für den ID.3 in zwei Wellen

Anfang 2021 wurde der Fertigungsbereich der Gläsernen Manufaktur auf die Anforderungen des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) umgebaut. Bereits im Sommer 2020 haben erste Umrüstungen für den ID.3 stattgefunden. Als eine von sieben Stationen wurde etwa die „Hochzeit“, an der Karosserie und Fahrwerk verschraubt werden, anpasst. Zu den Umbaumaßnahmen im Winter zählten beispielsweise die Installation einer Anlage, an der das Panoramadach verbaut wird sowie die Anpassung der Greifmittel für den Verbau von Cockpit und Sitzanlage.

Gläserne Manufaktur Dresden: Seit 2017 E-Standort und Schaufenster für E-Mobilität

In der Gläsernen Manufaktur liefen seit Eröffnung 2001 die Oberklasselimousine Phaeton (84.235 Einheiten, 2001-2016), der Bentley Flying Spur (2.186 Einheiten, 2005/2006 und 2013/2014) sowie seit 2017 der e-Golf (50.401 Einheiten) vom Band.

Mit Anlauf des e-Golf erfolgte zudem die Weiterentwicklung zum „Center of Future Mobility“. Durch innovative Geschäftsfelder wie dem „Future Mobility Incubator“, dem Start-up-Gründerprogramm von Volkswagen, dem „Future Mobility Campus“, einem Lernlabor für Aus- und Weiterbildung, die Ausweitung der Fahrzeug-Auslieferung sowie als Testfeld für die Produktion 4.0 wurde der Standort zukunftsfähig ausgerichtet. Mit der Serienfertigung des ID.3 und der strategischen Neuausrichtung zum „Home of ID.“ wird die erfolgreiche Transformation mit Hochdruck weiter vorangetrieben.

Volkswagen ID.3 (Foto: Volkswagen AG)