Mercedes-Benz Werk Gaggenau wird das Jahr 2015 erfolgreich abschließen

1.12.2015 Gaggenau. Das Mercedes-Benz Werk Gaggenau wird das Jahr 2015 erfolgreich abschließen. Ob leichte Getriebe für Pkw und Van, schwere Getriebe für Bus und Lkw, Außenplaneten- und Portalachsen oder auch der Wandler: Die Fertigung und Montage am Standort brummt.

Es werden bis Jahresende teilweise Sonderschichten an den Wochenenden gefahren. „Unsere Auslastung bis zur Weihnachtspause ist sehr gut“, sagt Standortleiter Dr. Matthias Jurytko. „Wir liegen voll im Plan. Im Vergleich zum Vorjahr fahren wir beispielsweise bei den Getrieben und beim Wandler ein deutlich höheres Produktionsprogramm, das wir dank unserer erfahrenen und motivierten Mannschaft hervorragend meistern.“

Das Werk spielt im Produktionsverbund Aggregate von Daimler Trucks eine zentrale Rolle. Eines der strategischen Ziele des Bereichs ist die Nutzung intelligenter Plattformen. Konkret heißt das: Einmal entwickelte und erprobte Plattformen und Module wie Motoren oder Getriebe kommen in unterschiedlichsten Märkten mit fahrzeugspezifischen Adaptionen zum Einsatz, über alle Nutzfahrzeug-Marken hinweg. Die hier in Gaggenau entwickelten und produzierten PowerShift-Modelle G 281-12K und G 330-12K haben sich im Mercedes-Benz Actros bewährt.

Nur leichte Modifikationen waren notwendig, damit diese Getriebe auch in anderen Trucks zum Einsatz kommen können. 2012 lief im Werk das erste Getriebe mit der Bezeichnung Detroit Transmission 12 Gear, kurz „DT12“, für den Einsatz im Freightliner-Lkw Cascadia vom Band – mit Erfolg. Bereits 2015 wurde schon nahezu jeder zweite Freightliner Cascadia im NAFTA-Raum mit dem automatisierten DT12-Getriebe verkauft. Da ist es nur konsequent, diesen Besteller jetzt auch direkt im Markt zu produzieren. Gaggenau hat einen maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg.

WERBUNG:

„In den letzten Monaten sind wir hier in Gaggenau an der absoluten Kapazitätsgrenze angelangt. Die Mitarbeiter am Standort haben mit zahlreichen Sonderschichten und Wochenendarbeit einen maßgeblichen Anteil am Erfolg des Getriebes in den USA. Das Werk in Detroit ermöglicht es uns, jetzt viel schneller die weltweite Nachfrage nach den Getrieben zu erfüllen. Das konnten wir hier aus Gaggenau heraus nicht mehr bewältigen“, sagt Jurytko anlässlich des Produktionsstartes des Getriebes in Detroit im November. „Wir beliefern das Werk in Detroit auch in Zukunft mit Teilen für die Getriebefertigung vor Ort. Damit konzentrieren wir die Investitionen in die Teilefertigung weiterhin hier am Standort. Uns entsteht damit durch die Montage in Detroit kein Beschäftigungsnachteil hier in Gaggenau. Der Aufbau des Getriebes DT12 in den USA ist der Beweis für ein funktionierendes, internationales Produktionsnetzwerk, von dem alle Beteiligten profitieren.“

Weiterhin stand für 2015 die Umsetzung der Zukunftsstrategie auf dem Programm. Ziel ist, das Werk fit für die Zukunft zu machen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes langfristig abzusichern. Im Kern geht es darum, dass sich das Werk auf Kernkompetenzen konzentriert, die auch in Zukunft einen Wettbewerbsvorteil garantieren. Den Start ins neue Jahr sieht Dr. Jurytko daher zuversichtlich. „Wir gestalten hier offensiv die Weiterentwicklung des Werkes und warten nicht einfach ab, was die Zukunft so bringt. Mit unseren verabschiedeten Maßnahmen sind wir bestens gerüstet. Daher gehe ich davon aus, dass auch 2016 für den Standort Gaggenau ein erfolgreiches Jahr wird.“

Gleichzeitig hat das Werk an der Murg ein neues Gesicht erhalten. Planmäßig wurde im Oktober das neue Verwaltungsgebäude an der Hauptstraße in Betrieb genommen. In nur drei Wochen Umzugszeit haben 320 Beschäftigte einen neuen Arbeitsplatz bezogen. Gleichzeitig läuft weiterhin die Erweiterung des Presswerks in Kuppenheim. Die zweite Erweiterungsstufe ist kurz vor dem Abschluss: die neue Pressenhalle und das Verwaltungsgebäude stehen – ebenso die 100 Meter lange und 12 Meter hohe Pressenlinie. Derzeit sind alle Maßnahmen im Zeitplan und ab Mitte 2016 soll die Produktion anlaufen.

Vom 23. Dezember bis 3. Januar schließen sich nun erst mal die Werkstore zur Betriebsruhe. „Jetzt wünsche ich der Belegschaft erst einmal schöne geruhsame Weihnachtstage mit viel Zeit für Familie, Freunde und Hobbies. Das hat sich die Belegschaft wirklich verdient.“