Motorradkontrollen am Muttertag auf der B16 zwischen Steinbach und Stötten

10.5.2021 Stötten am Auerberg. Die Kontrollgruppe Motorrad beim Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West führte am Sonntagnachmittag an der B16 zwischen Steinbach und Stötten Verkehrskontrollen durch. Aufgrund der sommerlichen Witterung war viel Ausflugsverkehr unterwegs, letztlich konnten 76 Motorradfahrer angehalten und kontrolliert werden.

Bei insgesamt sechs Krädern waren die Reifen teilweise bis zu unter einem Millimeter abgefahren, was jeweils mit 75 Euro und einem Punkt zu Buche schlägt.

Bei einem 19-jährigen Ostallgäuer war der „Db-Killer-Einsatz“ (Schalldämpfer) der Auspuffanlage abgesägt und somit erheblich kürzer als ursprünglich. Dies hatte das Erlöschen der Betriebserlaubnis zur Folge und die Weiterfahrt wurde letztlich unterbunden.

Ebenfalls vor Ort stehen bleiben musste ein 55-Jähriger aus dem Raum Augsburg, da die verbaute Zubehör-Fußrastenanlage seines Motorrades unzulässig war. Da es sich um ein sicherheitsrelevantes Bauteil handelt, muss dieses zwingend geprüft sein, was jedoch hier nicht der Fall war.

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Gleich mehrere Mängel an seiner „Buell“ sorgten bei einem 63-Jährigen aus dem Raum München für das frühzeitige Ende der Tour. Am Motorrad waren ein offener Deckel am Antriebsriemen und eine für den öffentlichen Straßenverkehr nicht zulässige Auspuffanlage verbaut.

Die Riemenabdeckung muss komplett geschlossen sein, da die Möglichkeit besteht, sich an den offenen rotierenden Teilen zu verletzen. Zusätzlich war noch der Hinterreifen abgefahren. Generell wird beim Erlöschen der Betriebserlaubnis ein Bußgeld in Höhe von 90 Euro fällig, bei sicherheitsrelevanten Verstößen kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

Insgesamt wurde fünf Fahrern direkt vor Ort die Weiterfahrt untersagt. Die Motorradfahrer mussten ihre Krafträder abschleppen lassen oder mit einem Anhänger abtransportieren.

Zeitgleich zur Kontrolle wurde in beide Fahrtrichtungen die Geschwindigkeit überwacht. Hierbei konnten aus Richtung Steinbach kommend insgesamt fünf Fahrzeugführer gemessen werden, welche erheblich zu schnell unterwegs waren. Der Spitzenreiter war hierbei ein Pkw mit gemessenen 154 km/h statt der erlaubten 100 km/h. Den Fahrer erwarten ein Bußgeld von 160 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Kontrollen zeigen Wirkung – Unfallzahlen seit Einführung der Kontrollgruppe kontinuierlich rückläufig

Seit Einführung der Kontrollgruppe Motorrad im Jahr 2018 findet eine deutliche Trendwende statt.

So sind Verkehrsunfälle mit schwerverletzten oder getöteten Motorradfahrern seitdem kontinuierlich rückläufig. 2017 registrierte die Polizei im PP Schwaben Süd/West 16 Motorradfahrer, die bei Verkehrsunfällen ihr Leben verloren. 2018 waren es noch zehn, 2019 noch acht und 2020 sechs.

Die starke Präsenz der Motorradpolizisten während den Sommermonaten spiegelt sich auch in den Unfällen mit verletzten Menschen. Auch hier ist seit einem Peek im Jahr 2017 (723 verletzte Motorradfahrer) ein deutlicher Rückgang auf 439 Verletzte zu verzeichnen.

Die Kontrollgruppe Motorrad wird über die gesamte Motorradsaison weiterhin Kontrollen durchführen. Im Blick der speziell geschulten Beamtinnen und Beamten sind sowohl Ausrüstungsverstöße die zu unzulässigem Lärm oder zur Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer führen, als auch Verhaltensverstöße wie überhöhte Geschwindigkeit oder überholen im Überholverbot.

(PP Schwaben Süd/West, DG)

Symbolfoto (© Bayerische Polizei)