Memmingen als „Fahrradfreundliche Kommune“ ausgezeichnet

29.1.2021 Memmingen. Ab sofort darf sich Memmingen bis 2027 offiziell „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ nennen.

Während einer feierlichen Auszeichnungsveranstaltung, die pandemie-bedingt erstmals als digitales Event stattfand, verlieh das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr und die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen e.V. (AGFK Bayern) die Zertifikate an elf neue Kommunen.

„Wir freuen uns, dass wir nun den Titel „Fahrradfreundliche Kommune“ tragen dürfen. Das zeigt, dass wir mit dem, was wir zur Förderung des Radverkehrs bislang unternommen haben, auf dem richtigen Weg sind“, äußerte sich 2. Bürgermeisterin Margareta Böckh erfreut.

Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für das bisher Erreichte bei der Radverkehrsförderung, erfordert nach sieben Jahren jedoch eine Rezertifizierung, bei der weitere Fortschritte erkennbar sein müssen. Bislang liegt der Radverkehrsanteil am Straßenverkehr in Memmingen bei etwa 25 Prozent. „Wir hoffen durch die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept noch mehr Menschen dazu zu motivieren, das Fahrrad auch als Alltagsverkehrsmittel zu nutzen, auch wenn die Memmingerinnen und Memminger schon sehr radbegeistert sind“, lobt Urs Keil, Radverkehrsbeauftragter der Stadt.

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Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer gratulierte den ausgezeichneten Kommunen in einem vorab aufgenommenen Grußwort: „Das Fahrrad ist ein Verkehrsmittel mit Zukunft. Ich freue mich deshalb, wenn sich viele Kommunen in der AGFK engagieren und die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit noch mehr Menschen in Bayern Radfahren und dabei auch sicher unterwegs sind.“

Anfang 2012 schlossen sich 38 bayerische Kommunen zur Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern e.V. zusammen. Als Gründungsmitglied ist die Stadt Memmingen von der ersten Minute an dabei, um den Radverkehr in Bayern voranzubringen. 2020 wuchs das kommunale Netzwerk auf 83 Mitgliedskommunen an, davon sind 37 als „Fahrradfreundliche Kommune“ in Bayern zertifiziert.

Auf ihre Fahrradfreundlichkeit werden alle Mitglieder nach einem einheitlichen Kriterienkatalog geprüft. Ziel der AGFK Bayern ist es, gemeinsam den Radverkehr zu fördern, Erfahrungen auszutauschen und Synergieeffekte zu nutzen. Sie vertritt die Interessen ihrer Mitglieder im Radverkehrsbereich u.a. in der Landes- und Bundespolitik und bei kommunalen Spitzenverbänden. Dazu zählen sowohl die Förderung einer radverkehrsfreundlichen Mobilitätskultur als auch der Ausbau der Infrastruktur und die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer.