19.2.2017 – Lawine an der Rotbühelspitze in Gargellen

19.2.2017 Gargellen/Vorarlberg. Am 19.2.2017 unternahmen drei deutsche Alpenvereinsmitglieder aus dem Raum Wangen eine Schitour auf die Rotbühelspitze in Gargellen.

Anschließend fuhren sie über die Westflanke vom Gipfel ab. Vor der Einfahrt in die ca 40 Grad steile Westflanke beschlossen die Tourengeher einzeln weiter abzufahren.

Die drei Alpinisten fuhren in einem Abstand von ca 50 Metern. Als der zweite Schifahrer in den Hang einfuhr, löste sich ein ca 80 Meter breites Schneebrett.

Die beiden ersten wurden von den Schneemassen erfasst und konnten ihren Lawinenairbag auslösen, wurden jedoch in weiterer Folge ca 200 Meter vom Schneebrett mitgerissen und kamen auf dem Lawinenkegel zu liegen. Sie wurden teilverschüttet und konnten sich selbst aus den Schneemassen befreien. Beide blieben unverletzt.

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Der Dritte der Gruppe konnte den Lawinenabgang beobachten und blieb ebenfalls unverletzt.

Die beiden Teilverschütteten wurden mittels Hubschrauber des BMI nach Gargellen geflogen. Insgesamt waren 2 Hubschrauber, 14 Mann der Bergrettungen Gargellen und St Gallenkirch samt Lawinenhund, und 3 Alpinpolizisten im Einsatz.

Ausmaße der Lawine:

Anrissbreite: ca 80 – 90 Meter in einer Seehöhe von 2650 m
Anrissmächtigkeit: ca 50 – 100 cm
Durchschnittliche Hangneigung im Anrissbereich: ca 40 Grad
Länge: 300 – 350 m
Lawinenwarnstufe vom 19.2.2017 – ab 1800 m Stufe 2 (mäßige Gefahr)